Gelungene Projekte der HeimatUnternehmen im Fokus – Dr. Olaf Heinrich und Franz Dullinger im Landtag
München.
Am vergangenen Dienstag traf sich der Arbeitskreis Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unter der Leitung von MdL Petra Högl im Bayerischen Landtag. Aus Niederbayern waren Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident und Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, sowie Franz Dullinger, Bayernkoordinator der Initiative HeimatUnternehmen nach München gekommen, um die Bedeutung der Heimatentwickler für die ländlichen Räume Niederbayerns hervorzugeben.
Seit über zehn Jahren unterstützt HeimatUnternehmen Menschen, die Verantwortung übernehmen und mit neuen Ideen ihre Region voranbringen wollen. Genau dieses Anpacken vor Ort ist entscheidend für lebendige Dörfer, regionale Wertschöpfung und eine zukunftsfeste Landwirtschaft. „Ich bin begeistert mit wieviel Engagement unsere HeimatUnternehmer anpacken und wieviel Eigeninitiative in der Bürgerschaft vorhanden ist. Und das mit absolut überschaubaren Fördermitteln aus dem Bereich der Ländlichen Entwicklung. Einfach nur vorbildlich und ein echter Mehrwert für unsere Heimat, insbesondere vor dem Hintergrund immer knapper werdender Haushaltsmittel“, so die Landtagsabgeordnete Petra Högl.
Genauso sieht das auch Olaf Heinrich, der es als „außergewöhnlich sinnvolle und erfolgreiche Einrichtung“ bezeichnete, wenn sich Personen als nebenberufliche Berater engagieren, um jungen Gründern, Kreativen und Start-ups in der Gründungsphase zu helfen. Es gehe dabei vor allem um Vernetzung, Kontakte und Beratung. „Extrem wichtig ist hierbei, dass das Bayerische Landwirtschaftsministerium diese Graswurzelbewegung seit mehr als 10 Jahren aufbaut und finanziert. Die dafür eingesetzten Mittel erzeugen einen vielfachen Effekt an wirtschaftlicher Leistung in den ländlichen Regionen Bayerns.“
Außergewöhnliche Beispiele aus ganz Bayern
Franz Dullinger, der seit über 10 Jahren das Netzwerk der Heimatentwickler für ganz Bayern betreut, stellte dem Arbeitskreis besonders erfolgreiche Beispiele von Heimatunternehmen aus dem ganzen Freistaat Bayern vor. Darunter etwa die Gründung einer Genossenschaft „Angerbräu Vilsbiburg“, die bereits deutlich über eine Million Euro an Einlagen eingesammelt hat. Die Stadt Vilsbiburg wird eine Belebung eines zentralen Platzes in engster Kooperation mit der Genossenschaft auf den Weg bringen. Maßgeblich an der Gründungsphase beteiligt war die örtliche Heimatentwicklerin Regina Westenthanner.
Als zweites Beispiel wurde das Gebäude des Passauer Hofes in Freyung vorgestellt. Hier sind die Heimatentwicklerin Lisa Dietz und Lisa Späthe daran beteiligt, eine Vernetzung mit regionalen HeimatUnternehmern zu gewährleisten. Ziel ist ein Haus, in dem sich Kultur, Genuss, Handwerk und Kunst verbinden.
„Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft, Kreativität und Engagement in unseren ländlichen Räumen steckt“, zeigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises am Ende begeistert und bedankten sich für den offenen Austausch und die wertvollen Impulse aus Niederbayern. So könne man optimistisch nach vorne blicken, um „gemeinsam lebenswerte und starke Regionen“ zu gestalten.
Bildunterschrift: Dr. Olaf Heinrich (re. vorne) und Franz Dullinger (re. hinten) waren zu Gast beim Arbeitskreis Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unter der Leitung von MdL Petra Högl (vorne Mitte).
Foto: Ramsauer, Bayerischer Landtag